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COESFELD. Zu Gast bei alten Bekannten war die SPD-Kreistagsfraktion kürzlich wieder einmal. Regelmäßige Informationsgespräche bei der Agentur für Arbeit in Coesfeld gehören zum festen Programm.
Wieder wurde die Fraktion von Johann Meiners, dem Agentur-Chef, begrüßt. Er hatte zu diesem informellen Treffen Rolf Heiber, seinen Geschäftsführer operativ, mitgebracht.
Bei diesem Besuch sollte es nicht, wie bei den vorherigen Treffen, um die aktuellen Zahlen und Quoten gehen. Die seien nach wie vor absolut vorzeigefähig, so Meiners. Dieses Mal jedoch wollte er den SPD-Kreispolitikern mehr über die Interna seiner Coesfelder Agentur berichten.
Und hier stünden die Zeichen eindeutig auf Veränderung: Dass die Arbeitssuchenden, die sich an die Agentur wenden, inzwischen längst von "Fällen" zu "Kunden" geworden sind, sei der äußere Begriff der inneren Einstellung sämtlicher Mitarbeiter der Bundesagentur.
Überhaupt stehe die Kooperation im Mittelpunkt. "Wir sind nicht im Wettbewerb mit den Job-Centern", betonte Meiners.

Basis für die Neuausrichtung der Agentur ist die "Vision 2025" Hier wird in fünf Kernsätzen die Richtung vorgegeben. Dabei geht es um individuelle Lösungswege für den Menschen, der die Dienste der Agentur in Anspruch nimmt. Jene ist sich der Mitverantwortung für den sozialen Zusammenhalt und die Teilhabe absolut bewusst - auch der Tatsache, dass für Problemlösungen am Arbeitsmarkt Kooperationspartner nötig sind. Weitere Schwerpunkte der Vision 2025 sind die Digitalisierung und die Kompetenz für die beste Dienstleistung.
Man sei sich klar darüber, so Meiners, dass bei allen Bemühungen der Kunde im Mittelpunkt stehe: "Thema war früher immer, dass sich der Mensch nach der Behörde richten müsse. Das ist lange vorbei." Inzwischen sei individuelle Beratung das Kerngeschäft. Rolf Heiber betonte, dass besonders ältere Arbeitssuchende darauf angewiesen seien: "Die haben es oft schwerer, weil viele Firmen eher ungern ältere Arbeitnehmer einstellen."
In der Diskussion brachte ein Fraktionsmitglied das Thema "Anerkennung von Berufsabschlüssen innerhalb Europas" auf. So ist es beispielweise nicht möglich, den Mangel an Erzieherinnen und Erziehern dadurch auszugleichen, dass man arbeitssuchende niederländische Kollegen einstellt. Die Diskussionsteilnehmer waren sich mit den Agentur-Vertretern einig, dass sich daran schnell etwas ändern müsse. Elisabeth Lindenhahn, die Fraktionsvorsitzende, versprach, das Thema mit in den Kreistag zu nehmen.
"Welchen Herausforderungen werden wir uns künftig stellen müssen? Wie bleiben wir als Berater kompetent für die Anforderungen des Arbeitsmarktes?" - Das, so die Agentur-Fachleute, seien unter anderem die Fragen, denen sich die Behörde künftig stellen müsse.
Ein wesentlicher Baustein ist die Planung einer lebensgleitende Berufsberatung
Deren Ziel und Aufgabe ist es, junge Menschen und Erwachsene von der Schulzeit über das gesamte Erwerbsleben hinweg mit beruflicher Orientierung und Beratung zu unterstützen und sie präventiv auf den Strukturwandel und veränderte Rahmenbedingungen am Arbeits- und Ausbildungsmarkt vorzubereiten

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