Sind Fahrzeuge mit einer Alternativen Antriebstechnik zukünftig auch im Münsterland einsetzbar? Mit dieser Frage beschäftigten sich Mitglieder der SPD-Kreistagsfraktion auf einer zweitägigen Fahrt nach Bremervörde.

In Bremervörde ist der Heimatbahnhof der beiden weltweit einzigen Wasserstoffzüge.

Die Züge werden mit Wasserstoff-Brennstoffzellen betrieben.

Herz des Wasserstoffantriebs ist eine Brennstoffzelle. Sie wandelt Umgebungsluft und Wasserstoff in Wasser um. Bei dieser exothermen Reaktion entsteht Strom, der Lithium-Ionen-Akkus im Fahrzeugboden auflädt. So steht genügend Energie für den Elektromotor zur Verfügung, der den Zug auf eine Höchstgeschwindigkeit von 140 km/h beschleunigt. Und dank eines sogenannten Rekuperationssystems lässt sich auch aus der Bremsenergie Strom für die Akkus gewinnen.

Die CO2-Emissionen liegen bei Null, sofern der Wasserstoff mit Hilfe erneuerbarer Energien hergestellt wird. Aus dem Auspuff strömt lediglich harmloser Wasserdampf. "Die emissionsfreie Antriebstechnologie des Coradia iLint bietet eine klimafreundliche Alternative zu konventionellen Dieselzügen, gerade auf nichtelektrifizierten Strecken".

In Bremervörde berichtete Dr. Markus Frank von der Eisenbahnen u. Verkehrsbetriebe Elbe-Weser GmbH (EVB) von dem Pilotprojekt Züge mit Wasserstoffantrieb im Regionalverkehr einzusetzen. Wo bislang Dieselschwaden in die Luft stiegen, entweicht nun Wasserdampf dem Auspuff der weltweit ersten Züge mit Wasserstoffantrieb, die im Linienbetrieb unterwegs sind. Der Coradia iLint wird im Elbe-Weser-Netz eingesetzt. Seine Reichweite ist mit 1000 Kilometern außerordentlich. "Zurzeit sind zwei Züge mit Wasserstoffantrieb im Einsatz. Bis 2021 werden alle anderen 14 Züge gegen Züge mit Wasserstoffantrieb ausgetauscht.", so Dr. Frank. Zwar sind Wasserstoffzüge in der Anschaffung noch deutlich teurer als gewöhnliche Züge, jedoch werden sich, laut Dr. Frank, die Rahmenbedingungen für Antriebsstoffe ändern. So werde Diesel langfristig deutlich im Preis steigen und Wasserstoffantrieb wirtschaftlicher werden.

Die Züge werden zurzeit noch an einer mobilen Tankstelle betankt. Noch in diesem Jahr beginnt in Bremervörde der Bau der weltweit ersten Wasserstoff-Tankstelle direkt an der Schiene. 2021 soll die Tankstelle in Betrieb genommen werden. Ein Teil des Wasserstoffs soll zudem aus Windkraft-Energie erzeugt werden - im Idealfall sind es dann eines Tages 100 Prozent, sagt Dr. Frank.

Neben den ökologischen und ökonomischen Vorteilen ist ein Wasserstoffzug auch wesentlich leiser, das berichteten Anwohner den SPD Genossen.

Fraktionsvorsitzende Elisabeth Lindenhahn ist begeistert: "Wir haben hier in Bremervörde gesehen, wie eine Umrüstung in alternativen Antriebstechniken gelingen kann, ähnliches innovatives Denken erwarte ich auch von den Verantwortlichen im Kreis Borken. Wir werden die Erkenntnisse die wir bei diesem Besuch gewonnen haben in unsere politische Arbeit einfließen lassen."

 

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