"Mobil zu sein ist ein menschliches Grundbedürfnis" sagt Elisabeth Lindenhahn, Vorsitzende der SPD-Kreistagsfraktion. Aber wie sieht es im Kreis Borken aus? Der ÖPNV ist im Kreis Borken "so lala". Eine direkt Anbindung vom Nordkreis zum Südkreis oder umgekehrt gibt es nicht. Z.B. Stundeten aus dem Nordkreis die an der FH studieren, haben es schwer, die FH zu besuchen. Umgekehrt: Studenten aus dem Südkreis, die in Enschede eingeschrieben sind, geht es ebenso. Es gibt wahrscheinlich noch viele Beispiele.
Immer mehr Fahrten mit dem ÖPNV werden gestrichen, ganze Linien eingestellt, weil diese nicht mehr wirtschaftlich sind. Die Fahrpreise des ÖPNV sind viel zu teuer.Viele Menschen im Kreis Borken greifen daher auf das Auto zurück. Das kann nicht das Ziel des Kreises Borken sein. Denn mehr Autos auf den Straßen bedeutet auch mehr Umweltverschmutzung. Das steht auch unserem eea-Prozess entgegen. Leider sind Elektrofahrzeuge im Flächenkreis Borken noch keine wirkliche Option für Autofahrer, weil die Fahrzeuge zu teuer sind und eine zu geringe Reichweite haben.

Auch verliert des Deutschen liebstes Kind an Faszination. Junge Leute sehen im Auto zunehmend ein bloßes Beförderungsmittel; für sie zählt der Nutzen, nicht das Besitzen. Der Weg muss also frei gemacht werden für eine neue Mobilitätskultur. Doch wie soll die aussehen? Welche Verkehrsmittel nutzen die Menschen in den kommenden Jahren im Kreis Borken? Mit dieser Frage muss sich der Kreis und der Kreistag Borken in den kommenden Jahren auseinandersetzen: Nur durch eine sinnvolle Verknüpfung von Fuß-, Rad-, Bus-, Bahn- und Autoverkehr lässt sich Mobilität aller Menschen in dem ländlich geprägten Raum sichern, wobei wenn irgendwie möglich, abgasfreien Fahrzeuge im Individualverkehr gemeinschaftlich genutzt werden sollten. Dass muss dieses Konzept erarbeiten.

Ein Pluspunkt haben wir bereits: die anerkannte Fahrradfreundlichkeit des Kreises Borken. Des weiteren hat sich der Kreis Borken zum Ziel gesetzt, das Radfahren noch mehr zu fördern, um

- die Mobilität für alle Alters- und Personengruppen zu verbessern,
- die Gesundheit zu stärken,
- die touristische Attraktivität und den Freizeitwert der Region zu erhöhen,
- die Umweltbelastung durch Kraftfahrzeuge zu senken und
- die Wohn- und Lebensqualität zu erhöhen.

Diese Ziele müssen in einem Mobilitätskonzept mit eingearbeitet werden.
Natürlich soll das Idealbild der Mobilität am Ende nicht nur auf dem Papier stehen, sondern auch im Alltag funktionieren. Hier kann man z.B. im Kreishaus Borken mit den Beschäftigten reden. Gefragt sind intelligente Mobilitätskonzepte, mit denen u.a. auch dem am Kreishaus herrschenden Parkplatzmangel beheben kann.

Die SPD-Kreistagsfraktion ist sich einig: Nur mit einem zukunftsfähigen nachhaltigen Mobilitätskonzept kann es uns gelingen, dass durch eine enge Verzahnung mit der Region die Bürgerinnen und Bürger davon unmittelbar profitieren könnten. Dann ist es auch deutlich leichter Fachkräfte in die Region zu holen und unsere Studenten zu bewegen nach Abschluss Ihres Studium zurück in den Kreis Borken zu kommen.

Wir hoffen nun, dass sich die CDU diesem Antrag anschließen kann, damit wir in einigen Jahren die Antworten auf unsere Fragen haben werden.

Nachrichten

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