Die SPD-Kreistagsfraktion hat sich mit dem Thema: Flüchtlinge im Kreis Borken befasst.
Die Vorsitzende der SPD-Kreistagsfraktion Elisabeth Lindenhahn berichtet:
Im vergangenen Jahr sind so viele Flüchtlinge nach Nordrhein Westfalen gekommen, wie zuletzt in den 90er Jahren. Menschen, die oftmals überstürzt ihre Heimat verlassen und traumatisiert Hilfe und Unterstützung suchen. Für 2015 wird geschätzt, dass zusätzlich pro 1000 Einwohner 3 Flüchtlinge in den Kreis Borken kommen werden, dass sind über 1.000 Menschen zusätzlich, die unsere Hilfe benötigen. Wenn diese Menschen dann in Deutschland leben, stehen sie vor einer Vielzahl von Problemen und Hürden, die zu bewältigen sind.

Die Unterbringung dieser Menschen hat zuerst Priorität. Wenn dies gelungen ist, muss weiter geholfen werden. Viele Kommunen können sich keine hauptamtliche Kräfte für diese Arbeit leisten. In vielen Kommunen haben daher sich ehrenamtliche Helfer gefunden. Das ehrenamtliche Engagement in der Flüchtlingsarbeit ist ungeheuer wichtig - ob beim Erlernen der deutschen Sprache, bei Behördengängen, beim Ausfüllen von Formularen, bei der Orientierung im Lebensalltag.

Hierbei soll das Kommunale Integrationszentrum hilfreich zur Seite stehen.

Das Kommunale Integrationszentrum versteht Integrationspolitik als Querschnittsaufgabe. Es vernetzt integrationsrelevante Akteure in der Verwaltung, bei den freien Trägern und in den Migrantenorganisationen, bündelt die Aktivitäten und stimmt sie aufeinander ab.

Das Kommunale Integrationszentrum, kurz KI, ist Teil eines landesweiten und flächendeckenden Netzwerkes für Integration in den Kommunen. Die Einrichtung eines Integrationszentrums erfolgt auf der Grundlage des Gesetzes zur Integration und Teilhabe des Landes NRW.

Gefördert wird das KI von dem Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales (MAIS) sowie dem Ministerium für Schule und Weiterbildung (MSW). Unterstützung bekommt das Kommunale Integrationszentrum von der Landesweiten Koordinierungsstelle (LaKI), die sich aus der
ehemaligen Hauptstelle der Regionalen Arbeitsstellen zur Förderung von Kindern und Jugendlichen aus Zuwandererfamilien NRW und Teilen des Kompetenzzentrums für Integration bei der Bezirksregierung Arnsberg zusammensetzt.

Die Personalkosten der Kommunalen Integrationszentren trägt das Land. Kreise bzw. kreisfreie Städte erhalten vom Ministerium für Schule und Weiterbildung jeweils zwei Stellen für Lehrkräfte. Das Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales stellt Mittel für jeweils zwei sozialpädagogische Fachkräfte bzw. Sozialwissenschaftlerinnen und Sozialwissenschaftler, eine Verwaltungsfachkraft sowie eine halbe Stelle zur organisatorisch-technischen Unterstützung bereit. Kreis bzw. kreisfreie Stadt sorgen für die Büroausstattung, Räumlichkeiten und die Finanzierung des laufenden Betriebs.

In den NRW-Kreisen und kreisfreien Städten haben bereits 49 Kommunale Integrationszentren ihre
Arbeit aufgenommen oder sind kurz davor. "Damit haben wir in nur zwei Jahren eine fast
flächendeckende Infrastruktur für die Integration in den Kommunen aufgebaut", sagte Integrationsminister Guntram Schneider in einer Zwischenbilanz gut zwei Jahre nach Inkrafttreten des Teilhabe- und Integrationsgesetzes. Mittlerweile haben alle kreisfreien Städte und fast alle Kreise ein solches Zentrum. Elisabeth Lindenhahn: Allerdings fehlen solche Einrichtungen nach wie vor im Münsterland.

Jetzt ist es dringend geboten, dass auch im Kreis Borken ein kommunales Integrationszentrum eingerichtet wird fordert Elisabeth Lindenhahn. Die vielfältigen Aufgaben, die auf die Kommunen durch die Zuzüge der Flüchtlinge zukommen, können insbesondere die kleinen Gemeinden nicht mehr alleine leisten.

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