Wenn Patienten und Angehörige von Patienten aggressiv werden.
Die SPD-Kreistagsfraktion beantragt in der Sitzung des Ausschusses Sicherheit und Ordnung am 05.02.2015 folgenden Tagesordnungspunkt aufzunehmen:

Bericht über:
Gewalt gegen Rettungskräfte
Wenn Patienten und Angehörige von Patienten aggressiv werden
Welche Präventionsmaßnahmen trifft der Kreis Borken zum Schutz der Rettungskräfte

Heiko Nordholt, Sprecher der SPD-Kreistagsfraktion im Ausschuss für Sicherheit und Ordnung äußerte die Befürchtungen, dass diese Form der Gewalt auch im Kreis Borken angekommen ist und fragte, was tut der Kreis Borken, um die Rettungskräfte zu schützen. Ob stichsichere Westen ausreichend sind, zweifelte er an, denn unabhängig davon, dass diese Westen die Rettungskräfte bei ihrer Arbeit behindern, ist zweifelhaft, ob dies das "Allheilmittel" ist.

Er berichtete:
Anfang des Jahres konnte der Presse entnommen werden, dass Gewalt gegen Rettungskräfte auch im Münsterland ein Thema geworden ist.

Die Westfälischen Nachrichten berichten am 08.01.2015:
"Auch Michael Hofmann, Leiter des DRK-Rettungsdienstes im Kreis Coesfeld, spürt in den vergangenen fünf Jahren verstärkt, "dass unsere Sonderstellung immer kleiner geworden ist". Der Respekt vor Rettungspersonal sei gesunken. Gaffer oder Angehörige würden schneller verbal aggressiv. "Dass man bespuckt wird, passiert schon mal."

Angriffe mit einem Messer blieben aber "die absolute Ausnahme". Und wenn, dann seien sogenannte soziale Brennpunkte öfter betroffen als andere Stadtteile, Städte öfter als Dörfer. Immerhin: Das DRK hat vor fünf Jahren damit begonnen, die Tipps zur Deeskalation in die Fortbildung einzubauen.

Die Malteser gehen noch weiter. Ihre Helfer machen spezielle Selbstverteidigungskurse. Nach einer Studie der Uni Bochum fühlten sich 90 Prozent aller Malteser bei einem Einsatz schon einmal behindert oder beleidigt, 63 Prozent gaben an, bereits tätlich angegriffen worden zu sein.

Andreas Bussmann, Leiter des Malteser-Rettungsdienstes in Münster, berichtet, dass Drogen- und Alkohol Aggressionen deutlich steigern. Aber auch psychisch kranke Patienten oder Angehörige, die im Notfall überfordert seien und mit ansehen müssen, was Notfallkräfte mit ihren Frauen oder Kindern durchführen, könnten aggressiv werden."

Wirr hoffen, das der Kreis Borken die Rettungskräfte gut schult, damit diese eventuelle Angriffe ohne körperlichen Schaden überstehen. Wir sind gespannt auf den Bericht der Verwaltung.

Nachrichten

Terminübersicht

Termine Kreistagsfraktion
Themen der Sitzungen

29.09.2020
Planung Fraktionsarbeit

06.10.2020
Vorbereitung Kreisausschuß- und Kreistagssitzung am 08.10.2020

08.10.2020
Kreisausschuß und Kreistagssitzung Stadthalle Ahaus

 

 

Zum Seitenanfang