Auf einen Schlag vervielfacht hat kürzlich die SPD-Kreistagsfraktion die Besucherzahlen in der sonst fast menschenleeren Abfertigungshalle des Flughafens Münster-Osnabrück.Dass es dem Flughafen Münster-Osnabrück (FMO) finanziell seit geraumer Zeit nicht allzu gut geht, wissen natürlich auch dessen Gesellschafter - zu denen auch der Kreis Borken gehört. Vertragsgemäß zahlt auch der Kreis jährlich seine Tranche und trägt damit zum Überleben des FMO bei.
Ob und wieweit mit dieser finanziellen Unterstützung das Unternehmen wieder zukunftsfähig gemacht werden kann - oder ob damit allenfalls ein Sterben auf Raten, eine bloße Hinauszögerung des endgültigen Scheiterns erreicht werden kann, davon machte sich kürzlich die SPD-Kreistagsfraktion unter Leitung der Vorsitzenden Elisabeth Lindenhahn vor Ort am FMO ein Bild. Thorsten Brockmeyer, der stellvertretende FMO-Geschäftsführer, hatte die Fraktion eingeladen und versprochen, Rede und Antwort zu stehen. Ins Trudeln sei der Flughafen letztlich mit dem Verlust von Air Berlin gekommen. Brockmeyer legte entsprechende Zahlen vor: Als sich diese Fluglinie von FMO verabschiedete, sind die Fluggastzahlen von 1.800000 im Jahr 2001 auf 800000 im vergangenen Jahr gefallen. Auf diese Weise war der ehemalige Vorzeigeflughafen zum Sanierungsfall geworden.
Heute gehe es allmählich wieder aufwärts, so Brockmeyer. Mit der Airline "Germania" sei ein verlässlicher Partner gefunden, und die Entschuldung des Flughafens mit Hilfe der Gesellschafter gehe stetig voran. "Mit der Rückführung unserer Darlehen bis 2025 sind wir im Plan", ist der stellvertretende Geschäftsführer zuversichtlich.

 

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