Recklinghausen. Informationen aus Erster Hand gab es kürzlich für die SPD-Kreistagsfraktion bei einem Besuch in der Kreisverwaltung Recklinghausen. Die Fraktionsvorsitzende Elisabeth Lindenhahn hatte die guten Kontakte zur SPD-Kreistagsfraktion in Recklinghausen genutzt, um mehr zum Thema "Trägerunabhängige Pflegeberatung" erfahren zu können. Der Hintergrund ist: Die SPD-Fraktion im Kreistag fordert schon lange eine solche Beratungsstelle für den Kreis Borken. Bisher sind Anträge in diese Richtung allerdings stets an der Mehrheitsfraktion gescheitert.

Brigitte Puschadel und Eva Steiniger-Bludau, die beiden Recklinghausener SPD-Kolleginnen, hatten für diesen Informationstermin zwei Fachfrauen vom "BIP" gewinnen können: Claudia Klien und Sabine Fischer vom "Beratungs- und Infocenter Pflege", wie diese Einrichtung mit vollem Namen heißt, berichteten der Fraktion über ihre Arbeit und die Strukturen von BIP.

Diese Institution gibt es bereits seit 1997, und sie hat Büros in allen zehn kreisangehörigen Städten sowie eine Koordinationsstelle in der Kreisverwaltung, die für alle überörtlichen Aufgaben zuständig ist wie Fortbildungen, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit und Marketing.

Die Mitarbeiter von BIP, insgesamt 17 an der Zahl, stehen Menschen in Pflegefragen zur Seite - egal, ob es um die Suche nach einer seniorengerechten Wohnung, um ambulante Pflege oder um die Suche nach einem Heimplatz geht.
Das dieses Beratungscenter im Kreis Recklinghausen längst zu einer festen Größe geworden ist, belegen auch einige Zahlen: Allein im vergangenen Jahr hat es in allen BIP-Büros zusammen immerhin 15000 Kontakte mit rat- und hilfesuchenden Menschen gegeben. Eine weitere Zahl ist ebenfalls eindrucksvoll: Im Januar dieses Jahres hat Claudia Klien mit ihren Mitarbeiterinnen in der Koordinationsstelle den neuen Seniorenwegweiser entwickelt und herausgegeben. Inzwischen sind von der Zehntausender-Auflage nur noch 600 Exemplare der Broschüre übrig.

Man wolle es weiter versuchen mit der unabhängigen Pflegeberatung im Kreis Borken, darin ist sich Elisabeth Lindenhahn mit ihren Fraktionskollegen einig: "Es ist allerhöchste Zeit zum Handeln. Pflege wird in den nächsten Jahren zu einer Riesen-Aufgabe!"

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