Informationen aus Erster Hand zum Thema "Umwelt" erhielten kürzlich die Mitglieder der SPD-Kreistagsfraktion. Dazu hatte die Fraktionsvorsitzende Elisabeth Lindenhahn zwei ausgewiesene Fachleute in die letzte Fraktionssitzung vor der Sommerpause im kleinen Sitzungssaal der Kreisverwaltung eingeladen: Hubert Grothues, den Chef des Vorstandsbereichs 4 der Kreisverwaltung, der unter anderem auch den Fachbereich Natur und Umwelt umfasst. Mitgekommen war dessen Leiterin Kordula Blickmann.

Eine ganze Reihe Fragen hatte Elisabeth Lindenhahn schon in der Einladung zu dieser Sitzung formuliert - etwa: "Hat der Kreis ausreichend Personal, um die vielfältigen Aufgaben im Bereich Umwelt zu erfüllen? Was ist mit unserem Wasser - sind darin zu viel Nitrat und resistente Krankenhauskeime?"

Hubert Grothues und Kordula Blickmann hatten dazu einen Gesamtüberblick über die Aufgaben der vergangenen Jahre und über die künftigen Herausforderungen mitgebracht. Daraus ging unter anderem hervor, dass sich der Personalschlüssel seit 2012 deutlich positiv verändert hat: Waren es 2012 noch 38,10 Stellen im Fachbereich Natur und Umwelt, so stieg diese Zahl bis zum gegenwärtigen Zeitpunkt auf 49,9 Stellen - eine Steigerung um mehr als 20 Prozent, wie Grothues kommentierte: "Wir sind relativ gut aufgestellt."

Inzwischen gibt es im Kreisgebiet insgesamt 17 rechtskräftige Landschaftspläne. Zwei (Borken-Süd und Heiden) sind noch in Bearbeitung. Für die künftige Planung bleibt dann lediglich noch eine Restfläche in Vreden, die zum Alstätter Venn hinzukommen soll.
Die Einrichtung von Landschaftsplänen, so Grothues und Blickmann, habe sich bestens bewährt. Diese freiwillige Maßnahme sei auf der einen Seite eine gute Verhandlungs- und Gesprächsbasis für die Landwirte, auf der anderen Seite aber auch das einzige Planungskriterium des Kreistags, um den langfristigen Schutz der münsterländischen Parklandschaft zu gewährleisten.

Die Wasserrahmen-Richtlinie und der Hochwasserschutz - zwei weitere Kernkompetenzen des Fachbereiches Natur und Umwelt: Hier geht es unter anderem um die Hochwasserschutzkonzepte an der Issel (seit 2017), um die Bocholter Aa (in Arbeit) und die Koordination der kommunalen Konzepte in Ahaus, Stadtlohn, Legden, Vreden und Isselburg.

Auf die Themen Gewässerschutz (Nitrate und Keime im Wasser), Regionalplanung (Leitungsbau durch das Kreisgebiet), Klimaschutz und Abfallwirtschaft gingen die beiden Experten der Kreisverwaltung während der zweistündigen Sitzung in Folge auch noch ausführlich ein.

Am Ende zeigten sich die SPD-Fraktionsmitglieder durchaus beeindruckt vom großen Aufgabenumfang des Fachbereiches Natur und Umwelt. Hubert Grothues unterstrich den Stellenwert dieser gemeinsamen Sitzung auch für die Verwaltung: "Es ist uns ein wichtiges Anliegen, der Politik unsere Aufgaben- und Arbeitsfelder zu erklären."

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